Häufig gestellte Fragen

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  • Knieanatomie

    • Aus welchen Teilen besteht das Knie?

                         

      Das Kniegelenk besteht aus drei Knochen: dem Femur (Oberschenkelknochen), der Patella (Kniescheibe) und der Tibia (Schienbein). Das Kniegelenk wird unterteilt in das mediale Kompartiment – die Seite des Knies, die dem Mittelpunkt des Körpers am nächsten ist; das laterale Kompartiment – die Seite des Knies an der Außenseite des Körpers; und das patellofemorale Kompartiment – den Bereich hinter der Kniescheibe.

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    • Was ist Knorpel?

                         

      Das Ende der Knochen des Knies ist mit einer Schicht weichen, glänzenden und elastischen Gewebes überzogen, dem Gelenkknorpel. Knorpel schützt die Knochen und sorgt dafür, dass das Gelenk gut gleitet. Zudem erfüllt er die Funktion eines Stoßdämpfers. Knorpel ist weder von Nerven noch von Blutgefäßen durchzogen. Geschädigter oder verletzter Knorpel kann nur in begrenztem Maß heilen oder sich regenerieren.

    • Was sind Bänder?

                         

      Die Bänder des Knies verbinden die Knochen, während Muskeln und Sehnen zur Stärke, Stabilität und Bewegung beitragen. Zu den Bändern gehören das vordere Kreuzband, das hintere Kreuzband, das Innenband und das Außenband. Von der Gesundheit und Stabilität Ihrer Bänder hängt es unter anderem ab, welche chirurgische Option für Sie am besten geeignet ist.

    • Was sind Menisken?

      Auf dem Schienbeinknochen befinden sich zwei halbmondförmige Knorpelscheiben, die Menisken. Diese inneren und äußeren Scheiben dienen der Gewichtsverteilung beim Gehen, Stehen und anderen Bewegungen. Ihre spezielle Form trägt zudem zur Stabilität des Knies bei und passt sich dem Profil des Oberschenkelknochens an.

    • Was sind Kondylen?

      Kondylen sind die abgerundeten, vorstehenden Enden eines Knochens, die meist mit denen eines anderen Knochens ein Gelenk bilden. Die Kondylen sind bei jedem Menschen unterschiedlich geformt und groß.

  • Informationen zu Arthrose

    • Was ist Arthrose?

      Beim gesunden Knie sind die Enden des Oberschenkelknochens, des Schienbeins und die Kniescheibe von einer Schicht Gelenkknorpel bedeckt. Dieser Knorpel fungiert als Kissen und bietet eine glatte Gleitfläche für die Bewegung des Knies.

      Im Lauf der Jahre werden unsere Knie sehr stark beansprucht. Bei manchen Menschen kann der Knorpel beginnen, Risse zu bekommen und sich abzunutzen. Wenn die Abnutzung stark ist, kann das Aufeinanderscheuern der frei liegenden Knochen zu lähmenden Schmerzen führen. Dieser Zustand wird Arthrose genannt und betrifft Millionen von Menschen weltweit.

    • Welche Ursachen hat Arthrose im Knie?

      Arthrose ist eine schleichende Krankheit, jedoch sind die genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt. Arthrose ist bei Erwachsenen über 50 Lebensjahren sehr weit verbreitet, aber auch jüngere Menschen können daran erkranken. Personen, die bereits einmal eine Knieverletzung hatten oder deren Knie durch Leistungssport oder Übergewicht stark beansprucht sind, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

    • Was sind die Symptome von Kniegelenksarthrose?

      Zu den Symptomen von Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) gehören:

      • Schmerzen bei Bewegung

      • Druckempfindlichkeit

      • Steifheit, gewöhnlich nach Perioden der Inaktivität

      • Mangel an Beugefähigkeit und Unfähigkeit zur vollständigen Streckung/Beugung

      • Gelenkknirschen

      • Knochensporne – kleine, harte Knoten um das Gelenk

    • Welche Behandlungsoptionen gibt es für Kniegelenksarthrose?

      Kniegelenksarthrose ist nicht heilbar, aber es gibt eine Reihe von Behandlungsoptionen, die Sie mit Ihrem Arzt erörtern sollten. Dazu gehören:

      • Ändern der Lebensgewohnheiten, wie Abnehmen, Bewegungs- und Physiotherapie

      • Rezeptfreie entzündungshemmende Schmerzmittel (nichtsteroidale Entzündungshemmer)

      • Kortikosteroide (entzündungshemmende Knieinjektionen)

      • Hyaluronsäureinjektionen ins Knie (wirken als Gelenkschmiere)

      • Gelenkersatz-OP (Arthroplastik)

  • Vor der Operation

    • Warum muss ich eine Computertomographie machen lassen?

      Die Computertomographie (CT) ist ein Diagnostikverfahren, mit dem der Chirurg den Behandlungsverlauf für Ihr Knie beurteilt. Sie dient darüber hinaus der Anfertigung eines Patientenindividuellen Knieimplantats. Bei unserem Image-to-Implant-Verfahren zur Prothesenfertigung bilden die CT-Daten den Ausgangspunkt für die Erstellung eines 3D-Modells Ihres Knies, damit die für Sie angefertigten Implantate und Instrumente genau an Ihre Anatomie angepasst sind.

    • Wie dringend ist die Anfertigung eines CTs?

      Sie sollten so schnell wie möglich einen Termin für die Computertomographie machen. Ihr individuelles Knieimplantat kann erst angefertigt werden, wenn die CT-Aufnahmen bei ConforMIS eingegangen sind.

    • Kann ich zu jedem beliebigen Bildgebungszentrum gehen?

      Ihr Chirurg wird Ihnen ein Bildgebungszentrum empfehlen, das die nötigen CT-Aufnahmen zur Herstellung individualisierter Prothesen erstellen kann.

    • Wie lange dauert das CT?

      Die CT-Aufnahme dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Es empfiehlt sich in jedem Fall, mehr Zeit einzuplanen und sich vorher im Zentrum einzufinden, damit die Computertomographie pünktlich beginnen kann.

    • Wie lange dauert die Anfertigung meiner Implantate?

      Ab dem Zeitpunkt, an dem wir den Auftrag und Ihre CT-Aufnahmen erhalten, dauert es sechs Wochen, bis Ihre Implantate fertig sind. Die Implantate werden vor dem Datum der geplanten Operation an das Krankenhaus geschickt.

    • Wie kann ich mich auf die Operation vorbereiten?

      Nach Möglichkeit sollten Sie jemanden bitten, Sie ins Krankenhaus zu begleiten. Diese Person wird am Tag der Operation anwesend sein, kann Ihnen beim Tragen Ihrer persönlichen Dinge helfen und Familienangehörige oder Freunde während und nach der Operation auf dem Laufenden halten. Die Begleitung kann Ihnen auch später helfen, Sie beispielsweise nach Hause zu fahren, Sie bei Nachuntersuchungen und zur Physiotherapie begleiten oder Ihnen im Haushalt zur Hand gehen.

      Es empfiehlt sich zudem, so viele Tätigkeiten und Besorgungen wie möglich vor dem Eingriff zu erledigen. Bereiten Sie Ihr Zuhause vor, indem Sie beispielsweise Stolperfallen wie Teppiche entfernen und den Wohn- und Schlafbereich im Erdgeschoss einrichten, wenn Sie in einem mehrstöckigen Einfamilienhaus wohnen. Ihre Genesung wird dadurch erleichtert.

      Bereiten Sie vor dem Tag der Operation eine Tasche mit bequemer, locker sitzender Kleidung und den benötigten Hygieneartikeln vor. In einigen Fällen ist ein Krankenhausaufenthalt von 7 bis 10 Tagen erforderlich. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Chirurgen, wie lange Sie voraussichtlich im Krankenhaus bleiben müssen, damit Sie das Nötigste einpacken können.

  • Am Operationstag

    • Wie lange dauert die Operation?

      Kniegelenk-OPs sind heute ein häufig durchgeführter Eingriff. Die Implantation einer Knietotalendoprothese dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Chirurgen, welche Dauer zu erwarten ist.

    • Wie läuft die Operation ab?

      Nach Ihrer Aufnahme und vor dem eigentlichen Eingriff wird Ihnen ein intravenöser Zugang (Kanüle) gelegt, über den Ihnen Antibiotika und Narkosemittel verabreicht werden. Zu Beginn des Eingriffs führt der Chirurg einen feinen Schnitt über dem Knie aus, um den betreffenden Bereich (oder die Bereiche) des Knies freizulegen. Der Chirurg setzt das für Sie individuell hergestellte Instrumentarium am Femur (Oberschenkelknochen) und an der Tibia (Schienbein) an, um die notwendigen Knochenschnitte auszuführen. Die für Sie maßgefertigten Implantate werden sodann mit Knochenzement am Knochen fixiert, und der Schnitt wird vernäht.

  • Nach der Operation

    • Wie lange werde ich nach der OP Knieschmerzen haben?

      Zwar liegt jeder Fall anders, aber die Schmerzen sollten sich innerhalb von Wochen deutlich abschwächen. Befolgen Sie unbedingt die Empfehlungen Ihres Chirurgen in Bezug auf Physiotherapie und die Einnahme von Schmerzmitteln.

    • Wie lange dauert es, bis ich wieder gehen kann?

      Sie sollten einige Stunden nach der Operation bereits gehen können, sofern sie dies nicht zu stark anstrengt. Möglicherweise wird man Ihnen eine Knieorthese und/oder Hilfsmittel wie Unterarm Gehstützen Krücken oder einen Rollator zur Verfügung stellen, um Ihnen das Gehen zu erleichtern.

    • Muss ich eine Beinorthese tragen?

      Ihr Chirurg wird entscheiden, ob Sie eine Orthese tragen müssen. Wenn ja, werden Sie die Orthese wahrscheinlich maximal zwei Wochen tragen, je nach dem von Ihrem Chirurgen empfohlenen Belastungsschema.

    • Kann ich nach der Operation Auto fahren?

      Nach der Operation haben Sie möglicherweise nicht ausreichend Kraft im Bein, um die Pedale zu betätigen. Aus Vorsichtsgründen wird Ihr Chirurg möglicherweise empfehlen, ein paar Tage nicht Auto zu fahren.

    • Wann kann ich wieder arbeiten gehen?

      Wann Sie wieder Ihre Arbeit aufnehmen können, hängt von der Art der Arbeit und Ihrer Ausdauer ab. Bürotätigkeiten können in der Regel nach zwei bis drei Wochen wieder aufgenommen werden, bei Tätigkeiten, die längeres Stehen erfordern, ist der Zeitraum meist länger.

    • Muss ich nach der Operation Medikamente einnehmen?

      Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise ein Mittel gegen postoperative Schmerzen und/oder Aspirin zur Vorbeugung von Blutgerinnseln verschreiben. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie nicht verordnete Medikamente einnehmen.

    • Wie muss die Wunde behandelt werden?

      Nach der Operation ist es wichtig, dass die Wunde immer von einem sauberen Verband bedeckt ist. Ihr Orthopäde wird Sie darauf hinweisen, beim Baden vorsichtig zu sein und die Wunde trocken zu halten. Es werden wasserabweisende Verbände empfohlen. Informieren Sie den Orthopäden unverzüglich, wenn Sie während der Genesung Veränderungen an der Wunde bemerken, z. B. eine Schwellung oder das Austreten von Flüssigkeit.

    • Ist Fieber nach der Operation normal?

      Unmittelbar nach der Operation kann bei Ihnen leichtes Fieber auftreten (bis zu 38,3 Grad). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn das Fieber auf über 38,3 Grad steigt oder länger als eine Woche andauert.

    • Muss ich zur Physiotherapie gehen?

      Bei manchen Patienten ist keine Physiotherapie erforderlich. Ihr Orthopäde kann am besten beurteilen, ob Physiotherapie bei Ihnen ratsam ist. In jedem Fall ist es für die Genesung wichtig, das Knie zu schützen, Beschwerden zu lindern und eine frühe Mobilisierung sicherzustellen. Anschließend wird Ihnen Ihr Orthopäde ein paar einfache Übungen verordnen, die die Rehabilitation fördern und Ihr Knie stärken.

  • ConforMIS